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04.09.2010

Herbert Eberhart, Dr.phil.

Herbert Eberhart
Herbert Eberhart

Geboren 1933, Schulen in Wettingen, Baden und Zürich. 1957 Abschluss in Sozialarbeit. 1961 – 1969 Studium in theoretischer, klinischer und angewandter Psychologie, Philosophie, Heilpädagogik und Volkskunde. Abschluss 1969 mit dem Doktorat in Klinischer Psychologie. Nachdiplomausbildungen in Gesprächspsychotherapie (Rogers, Rutishauser, Wild u.a.), Familientherapie/Systemtherapie (Minuchin, Bateson, Satir, Selvini u.a.), und Lösungsorientierter Kurztherapie (de Shazer, Berg, White u.a.). Langjährige praktische Erfahrung als klinischer Sozialarbeiter in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und als Psychologe / Ausbilder an der Zentralstelle für Berufsberatung Bern. 1971 – 1996 hauptamtlicher Dozent an der Hochschule für Sozialarbeit Zürich. Mitgründer der Stiftung EGIS (Europäische Stiftung für Interdisziplinäre Studien) und der European Graduate School (EGS). Gründungsmitglied des Schweizer Netzwerks für Lösungsorientiertes Arbeiten nla.
Dozent und Berater an verschiedenen Institutionen. Mitgliedschaft in zahlreichen Fachverbänden. Psychologe FSP, Supervisor BSO.

Ursprünglich von der Psychoanalyse herkommend, hat sich Herbert Eberhart im Verlauf seiner professionellen Entwicklung theoretisch und praktisch vertieft mit verschiedenen Ansätzen der Humanistischen Psychologie auseinandergesetzt. Er ist schon Anfang der 1970er Jahre auf die Systemtheorie aufmerksam geworden und hat als Erster beraterische Konsequenzen dieses metatheoretischen Ansatzes in die deutschschweizerische Berufsberatung und Sozialarbeit eingebracht. Er war ebenfalls der Erste, der den lösungsorientierten Beratungsansatz in diesen beiden Berufsfeldern propagierte und unterrichtete.  

Die jahrzehntelange intensive Zusammenarbeit mit Paolo Knill und die Auseinandersetzung mit dem kunstorientierten Arbeitsansatz haben einerseits zur Methode des Intermodalen Dezentrierens geführt, anderseits auch zu einer breiten, sehr grundsätzlichen Sicht auf das, was in Beratung und Therapie geschieht.

Herbert Eberhart arbeitet als Ausbilder, Coach, Supervisor und Kurzzeit-Therapeut in privater Praxis.

Paolo J. Knill, Univ.Prof., Dr. phil., Dr. h.c., Dipl. Ing. ETH

Paolo Knill
Paolo J. Knill

Geboren 1932. Schule in Schaffhausen. 1958 Abschluss in Aerodynamik an der ETH Zürich und in Musik an der Universität Zürich. 1976 Doktorat in Psychologie. 2001 Ehrendoktorat in Musikwissenschaften der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Professor Emeritus für intermediale Kunsttherapie an der Lesley University Cambridge MA. Heute tätig als Rektor der European Graduate School, Leuk, (Internationale Universität für interdisziplinäre Studien) und in der Ausbildungsleitung der Supervisions- und Coachingausbildung EGIS SV (Europäische Stiftung für Interdisziplinäre Studien). Gründer von „International Network of Expressive Arts Therapy Training Centers“ (16 Institute). Ehrenmitglied der IEATA, (International Expressive Arts Therapy Association) und der DMtG (Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft e.V.). Mitglied u.a. folgender Fachverbände BSO (Berufsverband für Supervision, Organisationsberatung und Coaching), SPV (Schweizer Psychotherapeuten-Verband), GPK (Schweiz. Fachverband für Gestaltende Psychotherapie und Kunsttherapie), SMPV (Schweiz. Musikpädagogischer Verband), SIA (Schweiz.Ingenieur- und Architekten-Verband).

Paolo Knill, der als Naturwissenschaftler und Musiker erst später in Psychologie promoviert hat, war schon immer fasziniert von den Prozessen, die durch den Einbezug von Kunst bei Einzelnen, in Gruppen, Teams und Großgruppen ausgelöst werden. Als Juniorpartner sammelte er in der Unternehmensberatung erste Erfahrungen, als Pionier der Gruppenimprovisation unterrichtete er ab 1970 freie Improvisation an Schweizerischen Konservatorien, Schulen für Soziale Arbeit und in der Lehrerfortbildung. In diesem Zusammenhang kam es mit Herbert Eberhart zum ersten Erfahrungsaustausch. 1973/74 war er Gastprofessor für Musikpädagogik an der Tufts University, Medford, MA. In diesem Jahrzehnt erweiterte er auch seine Expertise im klinischen Bereich. Er wurde einer der Begründer der Musiktherapie in der Deutschschweiz. Im Zusammenhang mit seinen therapeutischen Erfahrungen in der Psychiatrie und der Privatpraxis wandte er sich einer phänomenologischen Sichtweise des Veränderungsprozesses zu. Auf dieser Grundlage, ergänzt durch die klinische Praxis und den Erfahrungen im Bildungs- und Beratungsbereich, entwickelte er das „Intermediale Konzept der Künste“ in Veränderungsprozessen. Dieses wurde 1974 Inhalt des von ihm mitbegründeten Fachbereichs „Expressive Arts Therapy“ der Lesley University Cambridge, MA, wo Paolo Knill von 1978 bis 1992 als ordentlicher Professor unterrichtete.

Paolo Knill leitet als Rektor das internationale universitäre Institut "European Graduate School" in Saas-Fee, Wallis (Schweiz). Im Fachbereich "Kunst, Gesundheit und Gesellschaft" werden die im Buch "Lösungskunst"  dargestellten Prinzipien nicht nur unterrichtet, sondern gelebt. Paolo Knill ist heute vor allem als Ausbilder, aber auch als Coach und Supervisor tätig."